Visual Kompetenzen

Strafrecht goes global. Was noch vor wenigen Jahren als Inbegriff nationaler Souveränität galt, ist heute ein internationales Phänomen. Deutsche Firmen werden nach sizilianischen Gerichtsbeschlüssen durchsucht, holländische Geschäftsfreunde finden sich nach einem amerikanischen Auslieferungs-Haftbefehl plötzlich in einem Münchener Gefängnis wieder. Kein deutscher Staatsbürger ist vor ähnlichem Schicksal auf der ganzen Welt sicher.

Die Europäische Union hat sich entschieden, durch eigene Rechtsetzungsakte intensiv das nationale Straf- und Strafprozessrecht zu lenken. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entscheidet immer häufiger auch über strafrechtliche Themenbereiche. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die deutsche Strafjustiz schon während der letzten Jahre stärker beeinflusst als der Bundestag.

Strafverteidigung bedeutet daher heute in der Praxis internationale Verteidigung. Kommunikation in mehreren Fremdsprachen gehört ebenso dazu wie Kontakte zu ausländischen Kollegen, Kenntnisse des Auslieferungs- und EU-Rechts oder Erfahrung bei Internationalen Gerichtshöfen.

Das strafverteidiger|büro trägt diesen Notwendigkeiten Rechnung. Beratung wird hier in mehreren Fremdsprachen angeboten, u.a. englisch, französisch, griechisch, spanisch und norwegisch.

Mit Rechtsanwalt Prof. Dr. Ulrich Sommer steht einer der exponiertesten Kenner der Anwaltschaft im Bereich des Internationalen Strafrechts als Berater und Verteidiger zur Verfügung. Er hat nicht nur als einer der wenigen deutschen Delegierten bei der CCBE (dem europäischen Anwaltsparlament) an europäischen Rechtsetzungsverfahren mitgewirkt, sondern auch durch zahlreiche Veröffentlichungen die internationale Entwicklung im Strafrecht begleitet. Kaum ein anderer deutscher Verteidiger dürfte für seine Mandanten derart zahlreiche Menschenrechtsbeschwerden beim Gerichtshof in Straßburg angebracht haben.

Auszüge der Veröffentlichungen

Kommentierung der Europäischen Menschenrechtskonvention im Anwaltskommentar, hrsg. von Krekeler/Löffelmann, 1. Aufl. 2007, Deutscher Anwaltverlag; hrsg. Von Krekeler/Löffelmann/Sommer, 2. Aufl. 2009, Deutscher Anwaltverlag.