Visual Kompetenzen

Deutschland ist Exportnation. Deutsche Unternehmen leben vom internationalen Handel. Der Ausfuhrverkehr von Waren wird durch eine unüberschaubare Zahl von nationalen und innergemeinschaftlichen Normen reglementiert. So veröffentlicht die internationale Gemeinschaft regelmäßig aktualisierte Verordnungen, in denen sog. Dual-Use-Güter (Waren mit Doppelverwendungszweck) und kritische Endverwender in den einzelnen Importländern gelistet sind.

Für Geschäftsführer oder leitende Angestellte deutscher Unternehmen gilt, peinlich genau auf die Einhaltung der Exportvorschriften zu achten. Wurde ein Risiko falsch eingeschätzt oder erfolgte keine ausreichende Abstimmung mit dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), gerät man in Erklärungsnot. Es ist ein häufig nur schwer zu meisternder „Spagat“, den Anforderungen des Gesetzes und gleichzeitig denen des Handels zu genügen. Gelingt dies nicht, treten die Zollbehörden in Erscheinung. Angesichts der wachsenden Möglichkeiten verwundert es nicht, dass es – auch im Vorfeld – verstärkt zu Überwachungsmaßnahmen und anschließenden Überraschungsbesuchen der Zollbehörden kommt. Die Staatsanwaltschaften überlassen in dieser Phase nicht selten ihren Hilfsbeamten die Aufarbeitung des komplexen Verfahrensstoffes. Dies beinhaltet Risiken, bietet aber auch Chancen.

Das strafverteidiger|büro hat Experten, denen die besonderen Konstellationen des Außenwirtschaftsstrafrechts aus vielen Verfahren vertraut sind. Dennoch sind wir Strafrechtler. Kommt es in einem Verfahren zu Fragestellungen, die spezielle Kompetenz im reinen Außenwirtschaftsrecht fordern, arbeiten wir eng mit im öffentlichen Recht tätigen Kanzleien zusammen. So garantieren wir eine in allen Bereichen kompetente und deshalb effiziente Verteidigung.

Der Zuwachs von Verfahren im Zollstrafrecht ist weitere Ausprägung der Internationalisierung des Handelsverkehrs. Das Zollstrafrecht stellt die Kehrseite der Handelsbeziehung auf Seite der Wareneinfuhr dar. Es ist besonderes Steuerstrafrecht. Strafverfahren in diesem Bereich haben beispielsweise den Vorwurf des Bannbruchs gemäß § 372 Abgabenordnung (AO), des gewerbs- und bandenmäßigen Schmuggels gemäß § 373 AO oder der Steuerhehlerei gemäß § 374 AO zu Gegenstand.

Gerade in solchen Verfahren kann eine frühzeitig aktive Verteidigung massive Konsequenzen für den Beschuldigten verhindern. Neben langjähriger Erfahrung im Steuerstrafrecht arbeiten unsere Spezialisten im Wirtschaftsstrafrecht regelmäßig mit Steuerfachleuten zusammen, um auch hier effektiv ihre Rechte durchzusetzen.