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Fehlurteile sind auch im Rechtsstaat alltäglich. Ihre Aufhebung ist höchste Verteidigerkunst.

Nach einer Verurteilung durch eine Strafkammer verbleibt dem Angeklagten als letztes „ordentliches” Rechtsmittel die Revision. Die allermeisten Revisionen werden allerdings abgewiesen. Das Revisionsgericht hört keine Zeugen mehr, vernimmt keine Sachverständigen, führt meist gar keine Hauptverhandlung durch. Der Verteidigung bleibt nur die sehr komplizierte schriftliche Rüge, dass das bisherige Verfahren fehlerhaft war. Erfolg hat hier nur, wer den schmalen formalisierten juristischen Pfad der zutreffenden Revisionsbegründung beherrscht. Profunde rechtswissenschaftliche Erfahrung gehört ebenso dazu wie die Kenntnis aktueller höchstrichterlicher Rechtsprechung.

Das strafverteidiger|büro bietet auf diesem schwierigen rechtlichen Feld geballte Kompetenz. Die Strafverteidiger haben – z. B. durch Aktivitäten an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln – einen außergewöhnlichen wissenschaftlichen Hintergrund. Ständige Vortragstätigkeiten und zahlreiche Revisionshauptverhandlungen vor dem Bundesgerichtshof sind ihre wichtige Basis der Praxis der Revision.

Scheitert die Revision, ist das Urteil rechtskräftig. Das heißt nicht, dass das Urteil richtig ist. Immer wieder geraten Unschuldige in das Visier der Strafverfolgungsbehörden und alle Untersuchungen der letzten hundert Jahre haben gezeigt, dass es eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Fehlurteilen gibt. Diesen unglücklichen Justizopfern kann nur noch durch eine Wiederaufnahme geholfen werden. Das Recht der Wiederaufnahme dient der Durchsetzung der materiellen Gerechtigkeit: Durch eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu Gunsten des Verurteilten kann unter bestimmten Voraussetzungen die Rechtskraft eines Strafurteils durchbrochen werden, um ein Fehlurteil zu beseitigen.

Der Widerwille innerhalb der Justiz, ein rechtskräftiges Urteil aufzuheben, ist groß. Entsprechend gering sind daher in der Regel die Erfolgschancen. Eine Wiederaufnahme erfordert Zeit, juristisches Können und darüber hinaus häufig weitere Sachkompetenz aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen. Das strafverteidiger|büro hat beides in der Vergangenheit durch erfolgreiche Anträge unter Beweis gestellt.